Posted on 03.03.2019

Tierärztehaus Darmstadt

Es ist Faschingssamstag, kurz vor Mitternacht, ich bin noch wach, sitze auf dem Sofa mit den Hundes und lese.
Mein Notdiensthandy klingelt.
Auch wenn mir die Nummer unbekannt ist, und auch wenn ich keinen offiziellen Notdienst habe gehe ich dran.
Warum? Weil ich gerade verfügbar bin, es mir nichts ausmacht und auch weil ich weiß, dass sonst wahrscheinlich keiner in Darmstadt heute an sein Notdiensthandy geht, wie jeden Samstag um diese Uhrzeit.

Es ist eine unbekannte Dame am Telefon, sie war zwar noch nicht bei uns, aber sie macht sich Sorgen. Ihr großer Hund hat gerade gefressen und nun ist er unruhig, stößt auf und speichelt.
Sie hat Angst, es könne sich um eine Magendrehung handeln.

Mit ein paar kurze Fragen versuche ich mir ein Bild von der Situation zu machen, was am Telefon nie einfach oder 100%ig zutreffend ist, aber schonmal Hinweise geben kann, wie ernst es vielleicht ist.

Hat der Hund erbrochen? Versucht er zu erbrechen? Erfolglos oder erfolgreich?
Wie fest und prall ist der Bauch?

Nein er speichelt nur meint sie, kann mir auf die Frage ob der Bauch fest oder weich ist nicht antworten, sie ist aufgeregt und hat Angst.

Da ich im Notdienst keine Helferin zur Rufbereitschaft habe, erkläre ich Ihr, dass wir so am Telefon gar nichts ausschliessen können, und ich ihr rate, in die Klinik zu fahren, da wenn sie zunächst zu mir kommt, wir im schlimmsten Falle wertvolle Zeit verschenken, da ich bei einer Magendrehung nicht selbst operieren werde ohne Helferin.
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